Hamburg im Juli 2026 –
Die Tiefgarage meines Hotels zeigt endlich „frei“ an und ich gebe meinen praktischen, aber sündhaft teuren Parkplatz draußen auf und fahre rein. Es stellt sich raus, dass nur die beiden Parkplätze, die für behinderte Menschen, bzw. deren Autos, ausgewiesen sind, noch frei sind. Ich muss also wieder raus und mir einen neuen Platz auf der Straße suchen.
An der Rezeption frage ich nach. Die junge Mitarbeiterin versteht mein Problem nicht („woher weiß ich, dass auch Plätze für Autofahrerinnen ohne Behinderung frei sind, bevor ich reinfahre?“). Nach einer Weile kapiert sie, dass ich der Meinung bin, dass die reservierten Plätze respektiert werden sollten. Sie lacht: „Nein, da stellen Sie sich natürlich drauf. Sie sind ja Gast.“ Als ich immer noch fragend schaue, erklärt sie mir: „Sie melden hier, auf welchem Platz sie stehen und wir vermerken sie dann als „behindert“ (sie macht die Anführungszeichen mit beiden Händen in der Luft).
Als wir zu unserem Zimmer gehen, kommen wir an Türen vorbei, die zwei Türspione haben. Einen auf Normalhöhe, einer viel weiter unten. „Für Kinder?“ spekuliere ich. „Für behinderte Menschen“ erklärt die nächste Generation. „Ach ja, das macht Sinn“. Und sieht so korrekt aus. So inklusiv.
Foto: Schlossparkplatz Clos Lucé, Amboise, Frankreich im Dez. 2023


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