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Lebende Texte

Abgelenkte Sternsinger

Es muss am 6. Januar 2003 gewesen sein, als ich mit der Tradition der Sternsinger Bekanntschaft machte. Im gerade vergangenen Jahr waren wir ins katholische Süddeutschland gezogen und kurz darauf bekamen wir eine Katze geschenkt. Eine schwarze. Ich räumte gerade… Weiterlesen →

Die verschwommene Existenz am Rande der eigenen

Annie Ernauxs »Das andere Mädchen« ist ein Brief an die nie gekannte Schwester – Annie hat eine doppelt tote Schwester. Gestorben vor Ernauxs Geburt und totgeschwiegen in all den Jahrzehnten, die ihre Eltern noch lebten. Durch einen Zufall hört die… Weiterlesen →

Warum Memoir?

Warum autobiografische Texte im Unterricht funktionieren Als Teaching Assistent an der University of Portland, Oregon bekam ich 1991 das Lehrwerk »Stimmen eines Jahrhunderts: 1889 bis 1990« in die Hand gedrückt, das ich im Landeskundeunterricht Deutsch benutzen sollte. Damals war ich… Weiterlesen →

Der 100er

»Keen Problem«, lächelt der Busfahrer. Ich halte ihm einen Zwanzigmarkschein hin, darauf gefasst, wieder aussteigen zu müssen. Wer für einen Berliner Doppeldeckerfahrschein kein abgezähltes Kleingeld bereithält, muß wechseln gehen und auf den nächsten Bus war­ten. Doch der 100er ist keine… Weiterlesen →

Zimtkatze

Gerade als die Haustür zuziehe, fällt mir auf, dass es zum ersten Mal in diesem Jahr richtig Frost hat. Also nochmal rein und wärmer anziehen. Ich bin sowieso schon zu spät dran und greife mir den schwarzen Pulli aus der… Weiterlesen →

»Meine Mutter sagt…«

»…ich klinge wie mein Vater«.Damit ist der Ton gesetzt. Die Erzählerin in Stine Pilgaards Debütroman (wieder einmal kongenial übersetzt von Hinrich Schmidt-Henkel) steckt in der Quarterlife Crisis. Sie ist von der »Frau ihres Lebens« verlassen worden und zieht in den… Weiterlesen →

Das It-Girl in der Hofburg

Pferde, nichts als Pferde. Seitenlang geht es um fesche Reitkleider, schneidige Rittmeister und die feinen Unterschiede zwischen Habsburger, englischem oder ungarischem Hofprotokoll. Ich wühle mich durch die ersten 200 Seiten von Karen Duves »Sisi« und denke dabei mit Wehmut an… Weiterlesen →

Happy Birthday Marilyn French (21.11.1929 bis 2.5.2009)

Im Herbst ’87, ich war 23, kam Marilyn French nach West-Berlin ins Amerikahaus. Vor dem Einlass saß sie mit jemandem vom deutschen Verlag zusammen, scannte die Frauen in der Ticket-Schlange und schenkte mir ein langes Lächeln, das ich in meiner… Weiterlesen →

Novemberlaub

Ich stehe in der Küche und setze Wasser für einen Tee auf. Wir haben den ganzen Nachmittag am und ums Haus herum Laub gerecht, und gerade als ich mich frage, ob ich die Balkontür wieder geschlossen habe, ruft mich mein… Weiterlesen →

Und – wie fühlen Sie sich jetzt?

Analog zu den Kollegen von der Sportschau fragen die Moderatoren der Buchmesse ihre Interviewpartner gerne als Erstes nach der emotionalen Befindlichkeit. Eine, die bereitwillig und unterhaltsam Auskunft gab, war Judith Holofernes, die auf der Messe »Die Träume anderer Leute« vorstellte…. Weiterlesen →

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