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»Lektionen« von Ian McEwan: Ein ganzes Leben und drei Länder

Meine Geburtsstadt Bonn erlebe ich bei einem herbstlichen Besuch vor dem Hintergrund meiner aktuellen Lektüre. Ian McEwans Roman »Lektionen« spielt zu weiten Teilen in Deutschland. Historische Erinnerungen werden mit der Lebensgeschichte des Engländers Roland Baines verknüpft und so gehe ich mit… Weiterlesen →

Meine Begleitung

Ich fahre durchs hessische Hinterland und gerade als meine Katze auf dem Beifahrersitz endlich aufgehört hat zu schreien, winkt mich ein Polizist rechts raus. Mist, denke ich, zu schnell gefahren, weil die Mieze so einen Stress gemacht hat. Der Beamte… Weiterlesen →

So gut wie neu

In einem der letzten klassischen Kaufhäuser in meiner Stadt gibt es ganz hinten am Ende der glitzernden Schmuckabteilung eine schmuddelige Werkstattecke, in der Lederarmbänder für Armbanduhren verkauft werden. Dort bekommt man auch eine Uhrenbatterie gewechselt, was wahrscheinlich der rentable Grund… Weiterlesen →

Der Bericht Stein
von José Carlos Llop

»Das Fremde zu beachten bringt Unheil« ist einer der rätselhaften Sprüche, mit denen Pablo Ridorsa, Schüler im Jesuitenkolleg von Palma de Mallorca, nichts anfangen kann. Der Kurz-Roman »Der Bericht Guillermo Stein« von José Carlos Llop wird aus seiner Sicht erzählt…. Weiterlesen →

Von Einer, die sich hochgelesen hat

Elke Heidenreich liest in Bad Driburg In letzter Zeit tauchen in meinem Bücherregal verstärkt Autorinnen bzw. Erzähler auf, die durch den Zutritt zur Welt der Bücher ihre Herkunft hinter sich gelassen haben. So z.B. Edouard Louis (»Anleitung ein anderer zu… Weiterlesen →

»If I were going to get it done, would I do this?« –

So antwortete Margaret Atwood auf ihren allerersten Lesungen in kanadischen Gemeinden auf die Frage der Leserinnen, ob sie Naturkrause habe oder zum Friseur gehe. Nur jemand, die absolut verrückt gewesen sei, habe damals versucht Gedichte zu schreiben. Und so jemand… Weiterlesen →

Sind die Grenzen unserer Sprache(n) die Grenzen unserer Verbundenheit?

„Eine Feder auf dem Atem Gottes“ war Sigrid Nunez Erstling über ihr Aufwachsen in New York City und wurde jetzt noch einmal neu von Anette Grube übersetzt. Jedes der vier Kapitel handelt von Verunsicherung und Einander-Fremdbleiben.Nunez Vater spricht Chinesisch und… Weiterlesen →

Anleitung ein anderer zu werden

Edouard Louis ist für mich das Resilienz – Wunder der zeitgenössischen französischen Literaturelite. Wie in seinen ersten drei Büchern beeindruckt in »Anleitung ein anderer zu werden« die schiere Willenskraft dieses jungen Mannes auf dem Weg nach oben. Wer mit den… Weiterlesen →

»Was ist schon mein Ernst.«

Alte Liebe am Rhein – »Harry, was ist in dich gefahren – ist dir nicht gut?« Ich bin in Bonn und lese »Alte Liebe« von Elke Heidenreich und Bernd Schröder, das nebenan in Köln spielt. Lore und Harry sind fast… Weiterlesen →

Mutter-Kind-Kur ohne ausgeleierte Plot-Muster: »Meter pro Sekunde« von Stine Pilgaard

Im Frühjahr 2022 wimmelt es nur so von Büchern übers Muttersein bzw. -werden. Nicht alles davon macht Mut, vieles ist deprimierend. Ich bin auf der Suche nach einem Muttertagsgeschenk und sondiere zwischen »Die Wut die bleibt« (Mareike Fallwickl, Rowohlt), »Wie… Weiterlesen →

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