Kategorie Lesen & Sehen

Hier finden sich Rezensionen von Büchern, meistens Neuerscheinungen, und Berichte von Lesungen und Buchmessen.

»Ist es noch weit?« – »Innigst/Dearly«, Gedichte von Margaret Atwood

Gewohnt scharf und pessimistisch ist die Stimme Margaret Atwoods im zweisprachigen Gedichtband »Innigst/Dearly« in der Übersetzung von Jan Wagner. Ihr Ton schwankt darin zwischen Apokalypse und amüsierter Zärtlichkeit für das Menschsein und für einen Planeten, der unter uns zu leiden… Weiterlesen →

»Oh Everybody!«

Der Besuch auf einer Genealogie-Seite im Internet bringt William Coles Leben mit über siebzig noch einmal richtig durcheinander. Er entdeckt ein Familiengeheimnis, das den nächtlichen Alpdruck erklären könnte, den er seit Kurzem verspürt. Damit wendet er sich nicht an seine… Weiterlesen →

Großer Sommer für kleines Mädchen

Es gibt Sommer, da wächst man mehr als in einem ganzen Schuljahr.»Das dritte Licht« handelt von so einem Sommer, in dem die Ich-Erzählerin, ein irisches Mädchen im Grundschulalter, zu Verwandten gegeben wird. Ihre Mutter erwartet wieder ein Kind und man… Weiterlesen →

Das Leiden der Rentierhalter

Die samischstämmige Journalistin Ann-Helén Laestadius wurde schwedenweit mit ihren Jugendromanen berühmt. Der preisgekrönte Bestseller »Stöld« (»Gestohlen«) ist ihr erster Roman für Erwachsene und erscheint auf Deutsch unter dem irreführenden Titel »Das Leuchten der Rentiere«. Dahinter verbirgt sich eine dunkle Geschichte… Weiterlesen →

Die verschwommene Existenz am Rande der eigenen

Annie Ernauxs »Das andere Mädchen« ist ein Brief an die nie gekannte Schwester. Die doppelt tote Schwester: gestorben vor Ernauxs Geburt und totgeschwiegen in all den Jahrzehnten, die ihre Eltern noch lebten. Durch einen Zufall hört die zehnjährige Annie ihre… Weiterlesen →

Die verschwommene Existenz am Rande der eigenen

Annie Ernauxs »Das andere Mädchen« ist ein Brief an die nie gekannte Schwester – Annie hat eine doppelt tote Schwester. Gestorben vor Ernauxs Geburt und totgeschwiegen in all den Jahrzehnten, die ihre Eltern noch lebten. Durch einen Zufall hört die… Weiterlesen →

Der 100er

»Keen Problem«, lächelt der Busfahrer. Ich halte ihm einen Zwanzigmarkschein hin, darauf gefasst, wieder aussteigen zu müssen. Wer für einen Berliner Doppeldeckerfahrschein kein abgezähltes Kleingeld bereithält, muß wechseln gehen und auf den nächsten Bus war­ten. Doch der 100er ist keine… Weiterlesen →

»Meine Mutter sagt…«

»…ich klinge wie mein Vater«.Damit ist der Ton gesetzt. Die Erzählerin in Stine Pilgaards Debütroman (wieder einmal kongenial übersetzt von Hinrich Schmidt-Henkel) steckt in der Quarterlife Crisis. Sie ist von der »Frau ihres Lebens« verlassen worden und zieht in den… Weiterlesen →

Das It-Girl in der Hofburg

Pferde, nichts als Pferde. Seitenlang geht es um fesche Reitkleider, schneidige Rittmeister und die feinen Unterschiede zwischen Habsburger, englischem oder ungarischem Hofprotokoll. Ich wühle mich durch die ersten 200 Seiten von Karen Duves »Sisi« und denke dabei mit Wehmut an… Weiterlesen →

Happy Birthday Marilyn French (21.11.1929 bis 2.5.2009)

Im Herbst ’87, ich war 23, kam French nach West-Berlin ins Amerikahaus. Vor dem Einlass saß sie mit jemandem vom deutschen Verlag zusammen, scannte die Frauen in der Ticket-Schlange und schenkte mir ein langes Lächeln, das ich in meiner Erinnerung… Weiterlesen →

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