Schlagwort Memoir

»Der weiße Abguss eines schwarzen Lochs«

Sogar nach vierzig Jahren kann Tanja Eg in ihren Körperzellen verorten – auch wenn lediglich von ihm in einer Zeitungsmeldung die Rede ist. „Meine Arme fühlen sich seltsam an, als würde kaltes Wasser hindurchrieseln. »Das ist gut«, sage ich. »Endlich… Weiterlesen →

»Das Haus hat viel durchgemacht«

»Ich nahm all die Sachen in all den Zimmern viel bewusster wahr, die Fülle und der Zerfall drangen ungehindert in meinen Körper.«Die Attacke des Materials ist das Erste, was die Ich-Erzählerin nach der Beerdigung ihres Mannes zu spüren bekommt. Den… Weiterlesen →

Yksi, kaksi, douze points

Bada Bastu für ESCler – Im britischen Frühstücksfernsehen wurden die Finnlandschweden KAJ gefragt, wie sie auf die Sauna-Idee für ihren ESC-Beitrag gekommen sind. In der Pop-Welt sei dieses Thema ja wohl einmalig. Worauf Kevin meinte, »Nö, in Finnland gibt’s durchaus… Weiterlesen →

Laufen in Hasenspuren

»Mit seiner Körpersprache versuchte er unentwegt, männliche Verantwortungsbereitschaft auszudrücken in einer Umgebung, in der es einfach nichts gab zum Mannsein. „Geh‘ nach Hause!“ riet ich ihm.« Aus der Februar-Lesung des European Women’s Memoir Workshop. Jetzt auch wieder etwas schärfer. Ich… Weiterlesen →

Unterwegs

»In unserer Familie wurde die Fähigkeit ein Kfz zu steuern als eine Art grundlegende Kulturtechnik betrachtet. Lesen und Schreiben, Rechnen und Lenken. Darüber, wann ich in die Fahrschule gehen würde, gab es ebensowenig Diskussion wie bei der regulären Schulpflicht.« Aus… Weiterlesen →

Mein rituelles Frankreich

»Jahrelang – ich hatte keine Ahnung, was aus … geworden war – behielt ich ein Foto von ihm an meiner Pinnwand. […] Das Bild diente mir als abstrakte Trophäe einer Liebschaft, die nie stattgefunden hatte, mit einem Seelenverwandten, den ich… Weiterlesen →

»Continually being dropped at the border«

Matthew Perrys »Friends, Lovers, and the Big Terrible Thing« – »Unaccompanied Minor« wollte Perry sein Memoir eigentlich nennen, aber das gierige Verlagshaus hat wahrscheinlich darauf bestanden, dass »Friends« irgendwo im Titel vorkommen muss. Ausgerechnet ich, die ich noch nie eine… Weiterlesen →

Die verschwommene Existenz am Rande der eigenen

Annie Ernauxs »Das andere Mädchen« ist ein Brief an die nie gekannte Schwester. Die doppelt tote Schwester: gestorben vor Ernauxs Geburt und totgeschwiegen in all den Jahrzehnten, die ihre Eltern noch lebten. Durch einen Zufall hört die zehnjährige Annie ihre… Weiterlesen →

Die Hammerschlag-Kassette

Meine Mutter erinnerte sich ein Leben lang an die fröhliche und aussichtsreiche Mädchenzeit, die sie nie hatte. Ob es die wohlhabende Jugendfreundin Renate (Vater Arzt) oder die verliebten Nachbarjungs aus der Grundschule (einer davon Gregor, später Gemeindeorganist) wirklich gegeben hatte… Weiterlesen →

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