Kategorie Schreiben & Bauen

Schreibst du noch oder erzählst du schon?
Hier gibt’s dramaturgische Tipps, Impulse und Beispiele fürs Geschichtenerzählen.

Der Aufbau von Texten funktioniert ganz ähnlich wie der von Möbeln. Eine Anleitung ist hilfreich (wenn auch nicht immer verständlich), Umwege und Fehler sollte man einplanen, und ab und zu hilft es, wenn jemand anders das Ganze mal kurz hält, während wir schrauben.

»Wenn du an Gott glaubst, wird er die Hälfte deines Werkes tun«, behauptete der US-Verleger Cyrus Curtis (1850-1930), »die zweite Hälfte.«

Wenn also der Korpus des Text-Schranks soweit steht, kann man damit rechnen, dass Gott einem wenigstens bei den Schiebetüren hilft.

»Warum ist es so schwer, die Welt zu lieben?«

Daniel Schreiber probiert’s trotzdem – Auf dem Weg zu meinem traditionellen Neujahrs-Katzensitting, diesmal in den Niederlanden, lasse ich mir Daniel Schreibers neues Buch »Liebe! Ein Aufruf« im Autoradio vorlesen. Als Rahmenhandlung für seinen Essay dient dem Autor die Erinnerung an… Weiterlesen →

Ein Tag mit sechzehn Nächten

Samantha Harveys »Umlaufbahnen« über das Menschsein im All – Auf Seite 118 habe ich mir notiert: »Was wäre dieses Buch eigentlich ohne Adjektive?«. Die unterstrichene Stelle geht so: »Die Erde bei Nacht mit ihren dick bestickten urbanen Teppichen hat etwas… Weiterlesen →

Die Erinnerung als Stäbchenparkett

Kristin Vallas »Das Haus über dem Fjord« – »Wer unsere Eltern wirklich waren, werden wir vielleicht nie erfahren.« Elin, Redakteurin einer Modezeitschrift in Oslo, räumt ihr Elternhaus in Nord-Norwegen aus. Und damit auch ihre Kindheit und Jugend, die vom Trauma… Weiterlesen →

Die Wende: Gefrustet wird immer

Bääääh! Dieses Jahr war ich wirklich nicht erfolgreich mit meinen Wettbewerbsbeiträgen. Die Ausschreibung zum Thema »Wendepunkte« des Correctiv-Verlags bzw. der Plattform Book-Talk von Cordt Schnibben und der Bürgerakademie schien absolut machbar. Zumal ich ja live am 9.11.89 in Berlin war…. Weiterlesen →

Vrikshasana. Es ist, was es ist, sagt der Baum.

»The Yoga of Falling on your Face« So nennt Swami Lalitananda in ihrem Buch: »The Inner Life of Asanas« die etwas kippelige Position der »Kranichs« (Bakasana), bzw. die ganz ähnliche Stellung des »Krähe« (Kakasana). Kein Wunder, denke ich beim Lesen,… Weiterlesen →

Ist ein Eisloch hier

»Männer kommen vom Mars, Frauen von der Venus« und »ein knallgelbes Buch, das in Pajala spielte«. Das ist schon das ganze literarische Umfeld, in dem der namenlose Ich-Erzähler aufwächst. Und doch sind es später die Bücher, die ihm Lebenshorizont und… Weiterlesen →

Ein Gedicht lässt sich nicht so leicht vernichten

Ja, ich weiß, heute beginnt die Frankfurter Buchmesse und ich sollte davon berichten. Zumal ich schon vor Ort bin. Aber lieber beschäftige ich mich nochmal mit »Was wir wissen können«. Und als ich in der Rezension des österreichischen Standard lese,… Weiterlesen →

Doppelhelix der Fremdheit

»Mir ist in allen meinen Welten kalt«. Ich-Erzählerin Unni fühlt sich zerrissen zwischen ihrer Herkunft und ihrer Sozialisation. Sie stammt aus dem samischen Norden Finnlands und muss ihre Heimat verlassen, als die Eltern sich trennen und der Vater in Suomi… Weiterlesen →

Der Ratte ihr Nest ist fertig!

»… die Menschen wollen glauben. Arbeitgebern, Gewerkschaften, Regierungen. Sie mögen keine Eliten, aber sie vertrauen ihnen ihr ganzes Leben an.« Den Text zu »Was der Ratte das sinkende Schiff bedeutet« gibt’s hier als pdf zum Nachlesen. Die Anthologie (mit 19… Weiterlesen →

Yksi, kaksi, douze points

Bada Bastu für ESCler – Im britischen Frühstücksfernsehen wurden die Finnlandschweden KAJ gefragt, wie sie auf die Sauna-Idee für ihren ESC-Beitrag gekommen sind. In der Pop-Welt sei dieses Thema ja wohl einmalig. Worauf Kevin meinte, »Nö, in Finnland gibt’s durchaus… Weiterlesen →

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